:: steelrose ::











{August 17, 2008}   Wieder hier.

Lange hat es gedauert und fast noch länger habe ich überlegt, ob es das überhaupt wert ist – ob ich hier mit allen vorhergehenden Einträgen überhaupt weitermachen, oder vielleicht doch komplett neu durchstarten soll. Aber eigentlich habe ich schon viel zu oft einen kompletten Reset gemacht und es sind immerhin auch genau die Aufs und Abs der vergangenen Zeit, die mich zu dem gemacht haben, was ich heute bin. Also bleibt auch alles so, wie es war.

Und der Kopf bleibt jetzt hoffentlich auch eine Zeit lang oben.

current music: Morcheeba feat. Pace Won – Get Along



{November 29, 2007}   Diszi…WAS?

Ein komisches Gefühl, um 04:00 nur einen Moment lang aufwachen zu wollen um die nötige Ration Antibiotikum einzunehmen und dann partout nicht wieder einschlafen zu können. Bis es einem nach 2,5 Stunden herumgewälze reicht und man beschließt, in den Tag zu starten.

EIGENTLICH wäre das ja die perfekte Gelegenheit, um endlich mal am frühen Morgen in die Laufschuhe zu springen und eine Runde zu drehen. Aber nur eigentlich. Denn auf meine Faulheit, Gemütlichkeit, den inneren Schweinehund – oder wie auch immer man die Kraft nennen mag, die einen in der warmen, kuscheligen Wohnung festhält und vor der kalten, grauen Welt bewahrt – ist schließlich Verlass.

Wer braucht schon Disziplin… ;)

current music: Brings – Nur nicht aus Liebe weinen



{November 27, 2007}   Einmal geht’s noch.

Wäre ja auch zu schön gewesen. Und es wäre ziemlich ungewohnt gewesen, endlich mal komplett gesund zu sein. Aber das spielt es so bald wohl eh nicht. Irgendwann gewöhnt man sich an alles. An die Müdigkeit, die Abgeschlagenheit, den kein bisschen erholsamen Schlaf, das ewige Kratzen im Hals, die Kopfschmerzen…

Die letzte Laboruntersuchung sagt: das Antibiotikum gegen die Parasiten geht in die dritte Runde.

Hartnäckige kleine Viecher. Aber ich werde als Siegerin aus dem Kampf hervor gehen. Das schwöre ich euch.

current music: Die Ärzte – Junge



{November 22, 2007}   Zurück auf den Boden.

Kann es sein, dass irgend etwas oder irgend jemand nicht WILL, dass es mir gut geht?

Eigentlich hatte ich mich auf einen lustigen Abend mit viel Alkohol, unsinnigen (aber umso lustigeren) Gesprächen, Lästereien und vielem mehr gefreut. Stattdessen erhalte ich einen Anruf, in dem mir mitgeteilt wird, dass ein Ex-Freund von mir gestorben ist. Gehirntumor. Bei so einer Nachricht kracht man ohne Umschweife direkt auf den Boden zurück. Als müsste man bestraft werden, wenn man es wagt, sich auf etwas zu freuen.

Es geht mir dreckig. Wieder mal. Zuerst macht mein Freund von einem Tag auf den anderen Schluss und dann, als ich endlich nicht mehr jeden Moment deswegen losheulen konnte bzw. wollte, kommt der nächste Schlag ins Gesicht. Und dennoch bin ich unendlich dankbar dafür, diesen Anruf bekommen zu haben. Sonst hätte ich mich wohl eine halbe Ewigkeit gefragt, warum der Kontakt zwischen dem unerwartet Verstorbenen und mir so abrupt abgerissen ist.

current music: Meat Loaf – I’d Do Anything For Love (But I Won’t Do That)



{November 20, 2007}   Ihre Sorgen möchten wir haben.

Frau zu dick für Neuseeland

Da fragt man sich echt nur mehr: gehts noch? Fehlt nur noch, dass man nicht einmal dort Urlaub machen darf, wenn man die angegebenen Maße überschreitet. Aber das wird schon noch kommen, wenn sie sogar Politiker aussortieren wollen. DAS wär doch mal ein Anfang.

Die spinnen, die Neuseeländer.

current music: Fergie – London Bridge



{Oktober 23, 2007}   Ohne Worte.

Wozu der Lärm? Wozu das Drängen, Toben, die Angst und die Not? Es handelt sich ja bloß darum, daß jeder Hans seine Grete findet. (A. Schopenhauer)

current music: Timbaland – The Way I Are



{Oktober 22, 2007}   Lektionen in Demut.

Das Leben hat es wirklich in sich. Einige wenige Menschen schaffen es doch tatsächlich noch, mich gehörig zu überraschen. Man kann sich noch so lange nicht sehen und sich auseinander leben, in Richtungen entwickeln, die unterschiedlicher nicht sein können, aneinander vorbei reden und gerade dadurch Missverständnisse heraufbeschwören… Aber dann liest man ein paar Zeilen und dann weiß man wieder, warum man diesen Menschen einmal in sein Herz geschlossen hat. Warum man so gerne mit diesem Menschen geredet, gelacht, gelebt hat.

ich weiß, dass du ihn gern umarmen willst. gar nicht so als beziehungs-freundin. sondern einfach nur umarmen und ganz fest drücken und den ganzen unsinn dieser erde aus ihm rausdrücken, bis er wieder frei ist von allen sorgen. und über den kopf streicheln und sagen, dass man ihn lieb hat, aber einfach nur als mensch. und dass er sich keine sorgen machen muss, solange er nicht ganz alleine ist auf der welt.

Schöner hätte ich es echt nicht ausdrücken können… Danke dafür.

current music: Thomas D – Uns trennt das Leben



{September 16, 2007}   Status Quo.

Geht es in einem Bereich meines Lebens bergauf, geht es in einem anderen Bereich bergab.

Eigentlich dachte ich, mich kann so schnell nichts mehr schockieren. Und dann macht vor 2 Wochen (also anscheinend am Tag meines letzten Eintrags – wenn ich es auch erst am 03.09. so richtig deutlich gesagt bekommen habe) mein Freund Schluss, von einem Tag auf den anderen. Ganz ohne Vorwarnung. Und ich hatte nicht einmal eine Chance, irgendwas dazu zu sagen bzw. etwas zu tun, um die Sache in eine andere Richtung zu lenken, weil es anscheinend beschlossene Sache war.

Absolute Krise also. Gesundheitlich geht es bei mir zwar WIRKLICH deutlich bergauf, aber seelisch ist es eine Berg- und Talfahrt. Obwohl… in den letzten Tagen geht es mir auch psychisch wieder besser, aber der Hauptgrund dafür ist wohl die Tatsache, dass ich versuche, so wenig wie möglich darüber nachzudenken.

Aber gehen wir mal die einzelnen Punkte durch:

Gesundheit:
In den letzten 2 Wochen habe ich 4,5 kg abgenommen – und zwar ohne wirklich viel dafür zu tun. Ich habe absolut keinen Heißhunger mehr so wie früher, wo ich IMMER was essen konnte und den ganzen Tag „auf der Suche“ war.
Die Parasiten dürften also aus meinem Körper verschwunden sein, denn ich spüre den Energielevel in meinem Körper ansteigen und freue mich, dass die Gefahr zwar knapp, aber doch, abgewehrt wurde.

Sport:
Nur 2 Trainingseinheiten in den letzten 2 Wochen (1x/Woche), aber das will ich jetzt auch wieder verbessern. Zuerst war es der Frust, der mich von weiteren Trainingseinheiten abgehalten hat, in der zweiten Woche war es ein Eingriff am Oberarm und die Wunde, die wieder aufgegangen ist, die mich davon abgehalten hat.

Heute war ich allerdings schon laufen (Training Nr. 7) und ich muss sagen, ich bin total stolz drauf. Denn obwohl ich mein Trainingspensum 2 Wochen lang nicht erfüllt habe, bin ich doch auf dem konditionellen Stand, auf dem ich sein sollte. Sowas motiviert auch ordentlich. :)

Seele:
Es ist schwer, akzeptieren zu müssen, dass mein Freund weg ist und nicht mehr zu mir zurück kommen will. Und doch bin ich ihm nicht böse gesinnt. Im Gegenteil. Wenn alles so ist, wie er sagt, bin ich bereit, zu versuchen, eine Freundin zu sein. Einfach nur eine Freundin. Aber bis es so weit ist, muss noch einiges an Zeit vergehen, denn die Wunden sind momentan noch zu tief und zu frisch.

Momentan muss ich mich dazu zwingen, auszugehen, um nicht in meiner Wohnung alleine vor mich hin zu vegetieren. Die Decke ist mir schon während meines Krankenstandes auf den Kopf gefallen. Das darf nicht noch einmal passieren. Deswegen war ich gestern mit ein paar Mädels unterwegs – essen, trinken und tanzen. Es hat eine Menge Spaß gemacht, hat mich abgelenkt und hat mir Kraft gegeben. Kraft, die ich derzeit ganz dringend brauche.

Arbeit:
Beim Gedanken daran, dass ich meine Freunde so lange Zeit vernachlässigt habe – erst wegen der Arbeit, dann wegen Arbeit und Beziehung – spüre ich einen Stich im Herzen. Es tut mir so unendlich leid. Eigentlich hätte ich viel früher draufkommen müssen, dass man die Prioritäten anders setzen muss. Karriere schön und gut… stabiles Privatleben schön und gut… aber im Endeffekt bleibt alles andere auf der Strecke… und viel zu spät merkt man, was man angerichtet hat. Nämlich dann, wenn ein Teil plötzlich wegfällt.

Mit meiner „Karriere“ läuft es zwar ganz gut – wie es scheint, hat es sich gelohnt, dass ich mich so in die Arbeit reingetigert habe – aber das Privatleben ist mit einem Schlag von 100% auf NULL gesunken. Und wo sind die Freunde? Weg. Ganz genau.

current music: Fergie – Big Girls Don’t Cry



Sieht so aus, als hätte ich endlich mal eine Diagnose bekommen. Und gleich ein ganz spezielles Antibiotikum für die nächsten 7 Tage, dazu wichtige Vitamine und Spurenelemente… und Bakterien. Dann soll es mir dramatisch besser gehen. Da bin ich ja mal gespannt…

Die Trainingseinheiten 4 und 5 habe ich auch schon absolviert. Und das, obwohl ich in den ersten beiden Wochen eigentlich nur je 2 Einheiten machen sollte. Aber diese Motivation musste ich einfach ausnützen. Freue mich schon auf Woche 3…

current music: New Order – Round & Round



{August 15, 2007}   Ausgelaugt.

Krank sein ist anstrengend. Das weiß ich nicht erst seit dieser „Welle“, aber dieses Mal ist es besonders schlimm. Mein Körper stößt an seine Grenzen und es geht absolut nichts weiter. Deswegen stoppe ich jetzt sukzessive die Einnahme sämtlicher Medikamente.

Seit gut zwei Wochen habe ich kein einziges Schmerzmittel mehr eingenommen. Das Breitbandantibiotikum ist seit gestern vormittag endlich Geschichte (darüber bin ich vor allem deswegen froh, weil es meiner Meinung nach NICHTS gebracht hat). Jetzt habe ich zwar tagein, tagaus Kopfschmerzen in diversen Variationen, aber ich will meinem Körper einfach keine chemischen Keulen mehr antun. Es geht auch so. Schwer zwar, weil die Schmerzen teilweise schon sehr stark sind, aber es geht.

Was auch immer mit meinem Körper los ist… ich werde es herausfinden. Irgendwie, irgendwo, irgendwann.

current music: Josh Groban – You Raise Me Up



et cetera