Geht es in einem Bereich meines Lebens bergauf, geht es in einem anderen Bereich bergab.
Eigentlich dachte ich, mich kann so schnell nichts mehr schockieren. Und dann macht vor 2 Wochen (also anscheinend am Tag meines letzten Eintrags – wenn ich es auch erst am 03.09. so richtig deutlich gesagt bekommen habe) mein Freund Schluss, von einem Tag auf den anderen. Ganz ohne Vorwarnung. Und ich hatte nicht einmal eine Chance, irgendwas dazu zu sagen bzw. etwas zu tun, um die Sache in eine andere Richtung zu lenken, weil es anscheinend beschlossene Sache war.
Absolute Krise also. Gesundheitlich geht es bei mir zwar WIRKLICH deutlich bergauf, aber seelisch ist es eine Berg- und Talfahrt. Obwohl… in den letzten Tagen geht es mir auch psychisch wieder besser, aber der Hauptgrund dafür ist wohl die Tatsache, dass ich versuche, so wenig wie möglich darüber nachzudenken.
Aber gehen wir mal die einzelnen Punkte durch:
Gesundheit:
In den letzten 2 Wochen habe ich 4,5 kg abgenommen – und zwar ohne wirklich viel dafür zu tun. Ich habe absolut keinen Heißhunger mehr so wie früher, wo ich IMMER was essen konnte und den ganzen Tag „auf der Suche“ war.
Die Parasiten dürften also aus meinem Körper verschwunden sein, denn ich spüre den Energielevel in meinem Körper ansteigen und freue mich, dass die Gefahr zwar knapp, aber doch, abgewehrt wurde.
Sport:
Nur 2 Trainingseinheiten in den letzten 2 Wochen (1x/Woche), aber das will ich jetzt auch wieder verbessern. Zuerst war es der Frust, der mich von weiteren Trainingseinheiten abgehalten hat, in der zweiten Woche war es ein Eingriff am Oberarm und die Wunde, die wieder aufgegangen ist, die mich davon abgehalten hat.
Heute war ich allerdings schon laufen (Training Nr. 7) und ich muss sagen, ich bin total stolz drauf. Denn obwohl ich mein Trainingspensum 2 Wochen lang nicht erfüllt habe, bin ich doch auf dem konditionellen Stand, auf dem ich sein sollte. Sowas motiviert auch ordentlich. :)
Seele:
Es ist schwer, akzeptieren zu müssen, dass mein Freund weg ist und nicht mehr zu mir zurück kommen will. Und doch bin ich ihm nicht böse gesinnt. Im Gegenteil. Wenn alles so ist, wie er sagt, bin ich bereit, zu versuchen, eine Freundin zu sein. Einfach nur eine Freundin. Aber bis es so weit ist, muss noch einiges an Zeit vergehen, denn die Wunden sind momentan noch zu tief und zu frisch.
Momentan muss ich mich dazu zwingen, auszugehen, um nicht in meiner Wohnung alleine vor mich hin zu vegetieren. Die Decke ist mir schon während meines Krankenstandes auf den Kopf gefallen. Das darf nicht noch einmal passieren. Deswegen war ich gestern mit ein paar Mädels unterwegs – essen, trinken und tanzen. Es hat eine Menge Spaß gemacht, hat mich abgelenkt und hat mir Kraft gegeben. Kraft, die ich derzeit ganz dringend brauche.
Arbeit:
Beim Gedanken daran, dass ich meine Freunde so lange Zeit vernachlässigt habe – erst wegen der Arbeit, dann wegen Arbeit und Beziehung – spüre ich einen Stich im Herzen. Es tut mir so unendlich leid. Eigentlich hätte ich viel früher draufkommen müssen, dass man die Prioritäten anders setzen muss. Karriere schön und gut… stabiles Privatleben schön und gut… aber im Endeffekt bleibt alles andere auf der Strecke… und viel zu spät merkt man, was man angerichtet hat. Nämlich dann, wenn ein Teil plötzlich wegfällt.
Mit meiner „Karriere“ läuft es zwar ganz gut – wie es scheint, hat es sich gelohnt, dass ich mich so in die Arbeit reingetigert habe – aber das Privatleben ist mit einem Schlag von 100% auf NULL gesunken. Und wo sind die Freunde? Weg. Ganz genau.
current music: Fergie – Big Girls Don’t Cry