:: steelrose ::











{November 4, 2008}   Fatal Error.

Ich glaub, ich bin im falschen Film. Nicht erst seit kurzem, sondern schon seit einigen Monaten.

Seit eine Kollegin – äh, sorry, ich meinte natürlich „In-Kürze-Ex-Kollegin“ – mir Tag für Tag eine Szene nach der anderen macht, obwohl ich bekanntermaßen zur friedlichen, harmoniebedürftigen Sorte Mensch auf dieser Erde gehöre. Aber wenn jemand sich sinnlos über andere Menschen aufregen will, findet derjenige bzw. diejenige wohl oder übel immer etwas.

So auch heute. Klein Stahlrose sitzt nichts ahnend, aber brav konzentriert (was sonst) vor ihrem Rechner, In-Kürze-Ex-Kollegin pfeffert irgendwas auf ihren direkt gegenüberliegenden Schreibtisch und stapft ohne ein Wort zu sagen aus dem Büro. Dass sie nachhause gegangen ist, habe ich erst eine halbe Stunde später von meinem Chef erfahren.

Was ich ihr getan habe? Gute Frage. Wenn das jemand herausfindet, möge es mir bitte mitgeteilt werden. Obwohl, morgen hab ich dann bestimmt schon wieder etwas Anderes angestellt, das unglaublich böse und verletzend ist. Bin schon gespannt, was das sein wird. Atmen vielleicht?

current music: Portishead – Roads



{November 2, 2007}   Der helle Wahnsinn.

Unglaublich. Ab Montag habe ich einen RICHTIGEN Arbeitsplatz. Einen, an dem nicht die ganze Zeit Leute hinter meinem Rücken vorbei rennen. Wer hätte gedacht, dass es jemals so weit kommen würde?

Hat ja nur knappe 3 Jahre gedauert.

Es scheint, als ginge es jetzt wirklich voran. Zuerst im Sommer Beförderung, Gehaltserhöhung und Firmenhandy. Jetzt ein neuer Arbeitsplatz, Aussicht auf Neukundengeschäft, seit heute eine eigene Assistentin – bin gespannt, was noch so alles auf mich zukommt. Klingt auf jeden Fall aufregend.

current music: Gibson Brothers – Que Sera Mi Vida



{Oktober 25, 2007}   Frei-Tag.

Man sollte meinen, am Tag vor einem Feiertag könnte man pünktlich von der Arbeit nachhause gehen. Relativ pünktlich. So pünktlich, wie man dieses Wort in meinem Job nun mal verstehen kann. Richtig?

Falsch.

Gaaaanz falsch. Vor allem, wenn einer der Oberbosse um diese Uhrzeit plötzlich hereinschneit und beginnt, wichtige Themen anzuschneiden. Weil er doch die ganze nächste Woche nicht da ist. Und weil er sonst – auch wenn er zwar physisch anwesend ist – so gut wie nie Zeit hat.

Ärgerlich? Heute interessanterweise nicht. Es macht mir überhaupt nichts aus.

Und jetzt kommt auch noch eine unserer Kreativdirektorinnen vorbei. Mit Spock-Ohren. Und die Praktikantin rennt sowieso größtenteils in Socken rum, entschuldigt sich für alles und jedes, fiepst vor sich hin und kauert sich in eine Ecke, wenn sie was von einem will und man noch kurz ein Telefonat beenden muss.

Hätte ich doch bloß was Ordentliches gelernt…

In diesem Sinne… schönen Feiertag!



{Oktober 11, 2007}   Heftig. ODER: Timing ist alles.

Präsentationstermin: 15:00
Präsentation und sämtliche notwendigen Unterlagen (inkl. mir selbst) fix & fertig: 14:55

Warum tu ich mir das eigentlich immer und immer wieder an? Kann mir das vielleicht mal jemand erklären? Ich bin jetzt – und das kann ich sagen, ohne zu übertreiben – komplett hinüber. Habe nix gegessen, trinke schon den 4. Tag keinen Kaffee mehr (neben den ganzen anderen Ernährungsumstellungen, aber dazu ein anderes Mal mehr), mein Kopf dröhnt und alles tut weh.

Warum ich das über so lange Zeit mitmache? Weil es unglaublichen Spaß macht… so schwer es mir im Moment selbst fällt, das zu glauben. Aber es ist so. Vor 20 Minuten war mein Körper noch auf Hochtouren, zu 100% gefordert und unter Leistungsdruck. Jetzt habe ich es geschafft und bin fürchterlich müde… aber in ein paar Stunden freu ich mich wieder darüber. Es ist ein ewiger Kreislauf.

current music: Plain White T’s – Hey There Delilah



{Mai 13, 2007}   Blumige Aussichten.

Was gibt es Schöneres, als am Muttertag bei strahlendem Sonnenschein stundenlang (und ohne absehbares Ende) in der Arbeit zu sitzen? Ganz richtig… vieles. Sehr vieles. Genauer gesagt gibt es kaum etwas, das einem weniger gibt.

Zu allem Überfluss ist man dann auch noch in kulinarischer Hinsicht komplett unausgeglichen, weil man ein paar Tage zuvor den ersten Strandurlaub seit langem gebucht hat und zu dieser Zeit dann natürlich auch ganz gerne etwas luftiger am Strand herum laufen bzw. liegen würde. Und bekanntermaßen verträgt sich „alles futtern, worauf man Lust hat“ nicht mit „Bikinifigur“. Seufz.

current music: Frank Sinatra – You Are The Sunshine Of My Life



{März 13, 2007}   Beruf(ung).

Manchmal überlege ich, ob ich nicht vielleicht in einem anderen Job besser aufgehoben wäre. Dieser Gedanke bleibt allerdings nur für wenige Sekunden in meinem Hirn, denn ich komme immer wieder zu dem selben – erfreulicherweise erfreulichen – Schluss: mein Beruf ist meine Leidenschaft.

Auch wenn es noch so stressig und noch so mühsam ist – am Ende sieht man, wofür man die ganze Zeit geschuftet hat. Und das ist es auf jeden Fall wert. Der Druck treibt einen voran, bringt einen an seine Grenzen und doch beißt man sich immer weiter durch. Der Ehrgeiz lässt einen nicht aufgeben. Oft schleicht sich ein Gefühl der Verzweiflung von hinten heran und doch: egal, wie aussichtslos eine Lage scheint, man meistert die Situation. Umso stolzer kann man dann auch auf das Ergebnis sein. Und das bin ich.

Schön, einen Job zu haben, der einen so aus- und erfüllt. Klar, manchen ist es unverständlich, wie man so viel in die Arbeit investieren kann… aber in dieser Branche ist es nun mal nicht möglich, nach 8 Stunden Arbeit alles liegen und stehen zu lassen und bis zum nächsten Tag keinen Gedanken mehr daran zu verschwenden. Die Tätigkeit verfolgt einen, man wird Tag für Tag darauf gestoßen, wird genau genommen zu jeder Tages- und Nachtzeit damit konfrontiert… und es tut gut.

current music: Mia – Tanz der Moleküle



et cetera